Traumatherapie


Trauma bedeutet übersetzt „Wunde“. Nicht jede Wunde sieht man von außen.

Aber man spürt sie. Vielleicht zeigt sie sich bei Ihnen als ständige Anspannung. Als innere Unruhe, die nicht wirklich weggeht. Als Schlafprobleme oder als das Gefühl, plötzlich „nicht mehr da“ zu sein.


Manchmal sind es auch Situationen im Alltag, die eine Reaktion auslösen, die sich größer anfühlt, als sie eigentlich sein dürfte. Und ein Teil in Ihnen fragt sich:„Warum reagiert mein Körper so?“ 


Trauma entsteht, wenn etwas passiert, das zu schnell, zu viel oder zu plötzlich ist und Ihr System in diesem Moment keine Möglichkeit hat, damit umzugehen.


Das können große, offensichtliche Ereignisse sein: Unfälle, Verluste, schwere Erkrankungen oder Gewalt. Aber auch Erfahrungen, die von außen vielleicht weniger sichtbar sind: Vernachlässigung, fehlende Sicherheit, Überforderung oder Situationen, in denen Sie allein waren mit dem, was Sie erlebt haben.


Entscheidend ist nicht nur, was passiert ist, sondern, wie Ihr System es verarbeiten konnte oder eben nicht. 


Trauma ist nicht das Ereignis selbst. Es ist das, was in Ihrem Nervensystem zurückbleibt. Das kann sich ganz unterschiedlich zeigen:


  • Ihr Körper ist häufig angespannt oder schnell überfordert
  • Sie reagieren stark auf bestimmte Auslöser, ohne genau zu wissen warum
  • Erinnerungen tauchen plötzlich auf und fühlen sich sehr präsent an
  • Sie ziehen sich zurück oder fühlen sich innerlich abgeschnitten
  • Ihr System kommt schwer zur Ruhe


"Trauma ist das, was passiert, wenn ein mitfühlendes Gegenüber fehlt!"
- Dr. Peter A. Levine -




Somatic Experiencing (SE)® 


In meiner Arbeit steht nicht im Vordergrund, dass Sie alles noch einmal „durchgehen“ müssen, sondern, dass Ihr System Schritt für Schritt lernt, dass es heute sicherer ist als damals.


Ich arbeite körper- und nervensystemorientiert, mit einem Schwerpunkt auf Somatic Experiencing®. Dieser Ansatz geht davon aus, dass unser Körper die Fähigkeit zur Regulation bereits in sich trägt. Manchmal ist dieser Zugang nur verloren gegangen. 


In der gemeinsamen Arbeit richten wir die Aufmerksamkeit behutsam auf das, was im Körper spürbar ist: auf Empfindungen, Spannungen, innere Bilder oder Impulse. Wir bewegen uns dabei immer in einem Rahmen, der für Ihr System verarbeitbar bleibt.


Zwischen dem, was belastet, und dem, was stabilisiert. Zwischen Anspannung und Entlastung.


Es geht nicht darum, etwas zu „überwinden“, sondern darum, dass Ihr Nervensystem neue Erfahrungen machen kann: Dass es sich regulieren darf, dass es nicht mehr feststecken muss und dass wieder mehr Präsenz im eigenen Körper möglich wird. 


Trauma gilt als integriert, wenn Sie sich erinnern können, ohne dass Ihr System in Stress gerät. 


Wenn es ein Teil Ihrer Geschichte ist, aber nicht mehr Ihr Erleben bestimmt.


 




EMDR


Ergänzend arbeite ich mit EMDR. Dabei werden belastende Erinnerungen mithilfe von bilateralen Reizen (z.B. Augenbewegungen) verarbeitet.


Ziel ist nicht, dass Erinnerungen verschwinden, sondern dass die damit verbundene Anspannung deutlich nachlässt.


EMDR wird weltweit erfolgreich in der Traumatherapie eingesetzt und kann dabei unterstützen, Erlebtes besser zu verarbeiten und emotional zu entlasten.




Wenn Sie beim Lesen merken, dass Sie sich darin wiederfinden, melden Sie sich gerne bei mir.


Kontakt